Sternwarte

Gaisberg

Home Moorbiotop       Kontakt
          Impressum

Jahr 2012

Jahr 2011

Jahr 2010

Jahr 2009

Detailaufnahmen
Zeitrafferfilm
 
 

Moorbiotop der Sternwarte Gaisberg im Jahr 2009

Nachstehend nun die Bilder des Biotops im Jahr 2009.

Bereits im Jahr 2008 habe ich in ein paar Mörtelwannen Moorpflanzen kultiviert. Auf dem Bild sieht man, wie das Ganze nach dem Winter ausgesehen hat.

Aus einer Spezialgärtnerei habe ich dann einen Grundstock an europäischen Moorpflanzen bezogen und auch in den Mörtelwannen kultiviert. Das soll dann einmal der Grundstock für das zukünftige Moorbiotop werden. Ein paar "Ausländer" haben sich dabei auch eingeschlichen. Diese sollen aber die Ausnahme im zukünftigen Moor bleiben.

Nun ein paar Detailbilder aus den Mörtelwannenbiotopen. Hier der Sonnentau.

Sarracenia (Schlauchpflanzen) mit potenziellen Opfern am Rand der Öffnung.

Bevor es an den Bau des Moorbiotops gehen konnte, mussten einige wichtige Arbeiten und Materialbesorgungen erledigt werden.  Ein wichtiger Punkt sind die unterirdischen Wasserspeicher, damit das Moor auch im Sommer ohne zusätzliche Wasserzufuhr überleben kann. Dazu habe ich solche Fässer besorgt und mit Löchern versehen. Diese Bohrungen dienen dazu, damit das Wasser ein und austreten kann, je nach Jahreszeit und Wasserbedarf. Um solche Behälter zu bekommen, habe ich einige lokale Betriebe angeschrieben . Leider habe ich von keinem eine Antwort erhalten, denn es ist ja anscheinend zu viel verlangt, wenigstens eine Absage zu schicken. Das macht einem die Entscheidung leichter, wo man in Zukunft nichts mehr einkauft.

 

Um das Moor abzudichten, benötigt man eine Teichfolie. Dafür gibt es den Fachhandel, der so etwas in den benötigten Größen liefern kann.

Und natürlich braucht man dann auch Torf. Wichtig ist, er muss unbedingt ohne Zusätze von Dünger sein. Das würden die Moorpflanzen sonst nicht überleben.

Dann war endlich der Tag X gekommen. Das Biotop konnte ausgehoben werden. Idealer Zeitpunkt für so etwas ist der Spätsommer. Dann hat das Moor genug Zeit während der kalten und nassen Jahreszeit die benötigte Feuchtigkeit aufnehmen zu können.

Die Gesamtfläche wird ca. 50m2 betragen. Um ein lebensfähiges Moorbiotop zu schaffen, sollte man nach Möglichkeit  eine Gesamtfläche von 20m2 nicht unterschreiten.

Da war sie nun fertig die Grube.

Der nächste wichtige Schritt vor dem Einbringen der Teichfolie ist ein Vlies als Schutz vor spitzen Steinen. Man könnte das natürlich auch mit Sand machen.

So, nun ist es schön eingemacht.

Nun noch die Rolle mit der Teichfolie eingebracht und ausgebreitet.

Die Fässer lauern schon darauf an die richtige Position gebracht zu werden. Auch wenn es nicht so aussieht, das hier wird keine Giftmülldeponie, sondern ein Moorbiotop.

Mit verschieden großen Behältern wird ein Bodenrelief gebildet, damit es im Moor dann später auch Bulten und Schlenken gibt (trockenere und nasse Stellen).

Nun warten im gesamten 32m3 Torf darauf darin verteilt zu werden. Normalerweise sollte man den Torf vor der Einbringung anfeuchten, damit er nicht aufschwimmt. Aber aufgrund von Wassermangel wurde er trocken eingebracht. Wenn das Wasser nachher langsam genug reinkommt (Regen), so sollte das Aufschwimmen nicht passieren.

Ohne fleißige Helfer geht so etwas nicht. Wenn man bedenkt, dass das einer der heißesten Tage des Sommers 2009 war, so zählt die Leistung dann um so mehr. Herzlichen Dank an Klaus und Heinz!

@Klaus: Ich hoffe Deine Frau hat dich nicht misshandelt, dass Du mit der hellen Hose im Dreck rumwühlst;-)

So sieht das Ganze nun aus nach dem Einbringen des Torfs. Bereit um sich mit Wasser voll saugen zu können.

Ein wichtiger Punkt war auch ein Dränageschlauch, der sich durch das ganze Moor zieht. So kann später ohne Probleme Regenwasser eingeleitet werden, ohne die Oberfläche zu beschädigen.

Einige Wochen später und unter Zuhilfenahme von einigen m3 Wasser aus einem Teich sieht es nun schon schön voll aus.

Nun mal ein Blick von der anderen Seite.

Es ist kalt geworden und der erste Schnee ist bereits gefallen. Das Moor hat nun genug Zeit sich zu setzen. Im kommenden Frühjahr geht es dann an die Bepflanzung.