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Moorbiotop der Sternwarte Gaisberg im Jahr 2010

Nachstehend nun die Bilder des Biotops im Jahr 2010.

Im April war es dann endlich so weit. Die Bepflanzung konnte beginnen. Eine neue Lieferung europäischer Moorpflanzen und mein Grundstock an Moorpflanzen aus den Mörtelwannen wurden ins Moorbiotop übersiedelt.
Es waren über 80 Einzelpflanzen, die ich eingesetzt habe. Aber aufgrund der Größe des Biotops schaut es noch sehr leer aus.
Aber im Lauf der Jahre wird alles zuwachsen. Und auch das Torfmoos wird sich dann über die ganze Fläche ausgebreitet haben, um das unschöne Braun des Torfs zu überdecken.
Ein paar Wurzeln und Äste habe ich aus den umliegenden Wäldern entwendet, um es im Moor entsprechend zu platzieren.
Es ist Anfang Juli. Mal wieder eine Übersichtsaufnahme, damit man den Wachstumsfortschritt sieht. Es sind fast alle Pflanzen schön angewachsen. Aber man sieht auch, dass ein Moorbiotop nichts für Hektiker ist. Es braucht einfach ein paar Jahre, bis so etwas schön zugewachsen ist.
Ein Ausschnitt aus obiger Aufnahme.
Hier sieht man schön, wie sich die Moosbeere ausbreitet. Neben dem Torfmoos ist das auch eine typische bodenbedeckende Pflanze des Moores.
Im Vordergrund 2 Ausländer im Moor: Venus Fliegenfallen. Diese werden aber die wenigen Ausnahmen bleiben in diesem typischen europäischen Moor.
Der langblättrige Sonnentau wächst fast wie Unkraut und bildet bereits Blüten aus.
Schön langsam beginnen die Pflanzen sich über das ganze Moor auszubreiten.
In 2-3 Jahren dürfte dann die ganze Fläche zugewachsen sein. Bis dahin sind sicher noch ein paar kleine Eingriffe und kosmetische Korrekturen nötig. Aber dann kann man das Moor eigentlich sich selber überlassen. Den Rest regelt dann die Natur von selbst.
Wieder mal ein Sonnentau. Diese Pflanze wächst inzwischen im Moor wie Unkraut.
Eine Detailaufnahme vom Toorfmoos (Sphagnum spec.)

Unscheinbar und klein. Aber eine der wichtigsten Moorpflanzen. Diese Pflanze scheidet Säure aus und versäuert damit ihre Umgebung. Nur wenige Pflanzen können in so einer sauren Umgebung überhaupt überleben.

Vom Torfmoos gibt es weltweit etwa 300 Arten. Im Gaisberger Moorbiotop habe ich bisher 4-5 verschiedene Arten ausmachen können.  Wenn man mit obigem Bild vergleicht, so sehen diese 2 Torfmoosarten sehr unterschiedlich aus. Es gibt aber viele Arten, die können nur durch Spezialisten und mikroskopisch unterschieden werden.

Hier hat sich rötliches Torfmoos angesiedelt. Das Ganze ist ohne menschlichen Eingriff passiert. Entweder durch andere Pflanzen eingeschleppt, oder durch Sporen im Torf. Auf jeden Fall sieht man, daß die Natur sehr schnell in der Lage ist, geeignete "Nischen" neu zu besiedeln.
Es ist inzwischen Spätherbst geworden. Die letzten schönen Tage habe ich dafür genutzt, um noch ein paar Bilder zu machen. Man sieht auch, dass so ein Moor zu jeder Jahreszeit ein schöner Anblick ist.
Der rundblättrige Sonnentau hat bereits seine Winterknospen gebildet.
Im nächsten Jahr wird dann das Moor wahrscheinlich komplett zugewachsen sein. Dann sind auch die letzten braunen Flecken verschwunden.