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Moorbiotop der Sternwarte Gaisberg im Jahr 2011

Nachstehend nun die Bilder des Biotops im Jahr 2011.

Es ist Anfang Februar.  Der Winter hat das Moor noch immer fest im Griff.
In dieser Schlenke sieht man auch die extremen Bedingungen im Moor. Im Winter sind diese am Rand der Schlenke wachsenden Toorfmoose komplett vom Eis eingeschlossen. Im Sommer kann es dann schon passieren, dass diese fast komplett austrocknen. Aber die Pflanzen haben sich diesen Bedingungen perfekt angepaßt, um auch solche Extremsituationen zu überstehen.
Ende April habe ich dann wieder eine Lieferung mit Pflanzen bekommen. Darunter auch 4 neue Arten. Somit ist nun das Moor ziemlich komplett ausgestattet mit den wichtigsten europäischen Moorpflanzen.
Es ist Anfang Mai, und schon seit 6 Wochen kein Regen mehr gefallen. Alle sichtbaren Wasserreserven sind verschwunden. Das Moor zehrt nun von den unterirdischen Wasserspeichern. Wenn man den Boden berührt, ist alles feucht. Man sieht also, dass die Sache mit den Wasserspeichern bestens funktioniert. Lediglich die Torfmoose stagnieren im Wachstum und haben sich weiß umgefärbt um diese Trockenphase besser überstehen zu können.
Hier sieht man einen Torfmoospolster, der sich weiß umgefärbt hat. Das dient dazu, Sonnenlicht zu reflektieren und die unteren Schichten des Torfmoospolsters vor weiterem austrocknen zu bewahren. Nach dem ersten Regen saugt es sich dann wieder voll Wasser und das Wachstum kann weitergehen.
Es ist Anfang Juli. Der trockenen Frühlingsphase folgten dann einige feuchte Wochen. Dem Moor hat das sehr gut getan und es hat mit einem entsprechenden Wachstumsschub reagiert.
Das Moor wächst immer weiter zu und die braunen Flecken werden immer weniger.
Die Moosbeere (am linken Rand) ist auf dem besten Weg, das ganze Biotop zu erobern,.....
....und an einigen Stellen gibt es dieses Jahr auch das erste mal die Beeren der Moosbeere zu ernten.
Der langblättrige Sonnentau kurz vor der Blüte.
Es ist Ende Juli. Endlich habe ich auch den Weg ums Moor fertig stellen können. Zuerst wollte ich ja einen Holzweg machen. Aber aufgrund der Haltbarkeit habe ich mich dann doch für Granitplatten entschieden.
Eine Detailansicht obiger Aufnahme.
Das Sumpfblutauge hat sich auch prächtig eingelebt.
Ein wunderbares Farbenspiel im Moor zeigt diese Aufnahme.
In der Mitte etwas Rechts und Links Vorne in diesem Bild wächst die Moorlilie. Diese Pflanze ist in Mooren in Norddeutschland zuhause.
Im Moor hat sich bereits eine für unsere Breiten seltene Spinne angesiedelt: Die Wespenspinne.
Ein paar Wochen später war die Wespenspinne nicht mehr auffindbar. Aber sie hat für Nachwuchs gesorgt und einen Kokon mit Jungspinnen hinterlassen. Man darf gespannt sein, wie viele Wespenspinnen es im nächsten Jahr im Biotop geben wird.
Es ist Anfang August. Die Farbstimmung auf diesem Bild kündigt den näher rückenden Herbst schon an.
Mal wieder ein Bild des langblättrigen Sonnentaus.
In diesem Bild sieht man eine Kolonie des rundblättrigen Sonnentaus. Im Vorjahr hat hier eine Pflanze geblüht und der Samen hat sich hier verteilt. Das Ergebnis sieht man nun hier in Form eines dichten Belages Sonnentau, der von weitem schon als roter Teppich zu erkennen ist. Man darf gespannt sein, wie es hier an dieser Stelle dann im nächsten Jahr aussehen wird.
Überall im Moor hat sich inzwischen auch das Torfmoos ausgebreitet. Diese Pflanze ist bei geeigneten Bedingungen durchaus in der Lage, schwächere Pflanzen zu überwuchern.
Ein Detail eines Torfmoospolsters. An dieser Stelle ist er im heurigen Jahr ca. 5cm hoch gewachsen!
Auch Pilzen scheint es im Moor zu gefallen. Die Bestimmung ist etwas schwer, da ich nur aus der Ferne die Pilze betrachten konnte. Aber es dürfte sich hierbei um den Ziegelroten Schwefelkopf handeln.
Es ist inzwischen Oktober geworden. Die letzten Wochen hatten wir schönes Wetter. Das hat dafür gesorgt, dass es noch einmal einen Wachstumsschub gegeben hat. Das Moor ist nun komplett zugewachsen.
Anfang November. Der Herbst hat das Moor fest im Griff. Das Farbspiel ist auch fantastisch.
Gleiche Zeit, aber eine andere Ansicht. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich nun behaupten, langweilig ist ein Moorbiotop ganz sicher nicht! Es gibt immer was Neues zu entdecken, und die jahreszeitlichen Veränderungen sind ganz einfach fantastisch.